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Japan im zwanzigsten Jahrhundert

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Final thesis
History

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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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VO Zeitgeschichte - SS 2011

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Japan im zwanzigsten Jahrhundert

VO 505.508 Grundprobleme der Zeitgeschichte

Die Geschichte Japans im zwanzigsten Jahrhundert beginnt bereits vor 1900 mit der Öffnung Japans durch amerikanische Kanonenboote 1853/54 und den 1859 folgenden „Ungleichen Verträgen mit 13 westlichen Nationen. daraufhin folgte Japans Streben nach Unabhängigkeit und der Gründung eines eigenen Imperiums.

Doch selbst nach der Verkündung einer Verfassung, wie der Einrichtung eines Parlaments 1889 wurde Japan souverän. Dies wiederum führte zu Widerständen im Land und 1894 zur teilweisen Revision der Verträge mit Großbritannien, das so im Ernstfall auf Hilfe Japans gegen Russland hoffte. Das Bestreben Japans nach Souveränität wurde 1894/95 vom ersten Sino-Japanischen Krieg unterbrochen, indem es um den japanischen/ chinesischen Einfluss in Korea ging; gewonnen wurde der Krieg vom technische überlegenen Japan, das sich Tokyo als Zentrum Ostasiens sicherte, besiegelt wurde er im Friedensvertrag von Shimonenski.

Fünf Jahre nach dem Krieg ging es darum, in Zusammenarbeit mit den westlichen Mächten sich möglichst viel von China zu sichern; bereits 1898 war es in China durch ausländerfeindliche soziale Bewegungen gegen Angriffe gegen Ausländer und chinesische Christen gekommen. Als Rache für die Ermordung vieler Diplomaten durch diese sogenannten „Boxer“ entsandten acht Staaten tausende Mann nach China und es folgten enorme Strafzahlungen.

Erst 1911 erlangte Japan die vollkommene Souveränität und auch wieder die Zollhoheit.

Nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes hielt sich Russland weiter in der Mandschurei, Interessensgebiet Chinas, auf. Japan schlug Russland einen Tausch – Korea gegen die Mandschurei - vor, der unbeachtet blieb, jedoch in einem Angriff Japans auf russische Gebiete endete, und im Russisch-Japanischen Krieg, in dem Japan als erste asiatische Macht gegen eine westliche siegte.

Als Ausgang gilt die Friedenskonferenz in Portsmouth, durch die Japan Korea, Mandschurei, Halbinsel Guadong und eine hohe Entschädigungssumme erhielt, durch die Japan seine finanziellen Aufwände für den Krieg ausgeleichen konnte. In Europa änderten sich durch die Schwächung Russlands die Machtverhältnisse. Korea wurde bereits fünf Jahre nach dem Krieg zum Teil Japans.

Japan war eine international anerkannte militärische Großmacht und imperialistischen Macht geworden, was Europäer zunehmend erstaunt und erschreckte – und so Japan zur „gelben Gefahr“ wurde. Worauf USA und Europa als „weiße Gefahr“ genannt wurden.

So kam es zu Diskriminierung von Japanern in den USA und zur den Rivalen Japan-Großbritannien. In Folge des Aufstiegs Japans kam es auch zur Industrialisierung des Landes, und einer Zeit des immensen wirtschaftlichen Wachstums, wie eine Übernahme westlicher Vorbilder in der Industriepolitik. In den 25 Jahren vor dem ersten Weltkrieg verdoppelte sich die Produktion von Lebensmitteln und Industriegütern, wie auch Importe und Exporte.

So kam es zum Eisenbahnbau, der Erfindung der Rikscha, Seide und Baumwolle als Wirtschaftsfaktor, wie Seetransport und Bergbau als Triebkräfte. Im Zuge der Industrialisierung kam es 1911 auch zum Erlass des Fabrikgesetzes, dass verhindern sollte, dass Japan, das, als imperialistisches Land, gesunde Soldaten benötigte, mehr Männer und Frauen verlor. Eine echte Sozialgesetzgebung erfolgte erst nach dem zweiten Weltkrieg.

Als der erste Weltkrieg ausbrach ergriff Japan die Gelegenheit Deutschland aus Ostasien zu verdrängen und seinen Platz einzunehmen. Weiter nützte es die Lage in Europa dahingehend gegen China eine Erpressungspolitik zu führen.

Auch Sibirien versuchte Japan sich einzuverleiben, erreichte seine Ziele jedoch nicht. Auch für die wirtschaftliche Entwicklung war der erste Weltkrieg von enormer Bedeutung, in der vor allem Japans Export profitierte. In Folge des Aufschwungs kam es auch zu Arbeiterbewegungen und Klassengesellschaft, Klassenkampf, insbesondere zwischen Grundbesitzern und Pächtern, folgend kam es auch zur ersten Mai-Kundgebung 1920.

Die 20er Jahre gestalteten sich in Japan im Gegenteil zur vorangegangenen Periode liberaler. In Versailles als Sieger angetreten stellte es Forderungen, die nur teils erfüllt wurden. Japan rüstete seine Flotte ab, wirtschaftlich blieb es jedoch in einem Auf und Ab.

Erdbeben prägten Japan und führten zu einem Modernisierungsschub, auch Verwestlichung ging von statten. 1925 erfolgte das allgemeine Wahlrecht für Männer, doch die Polizei blieb in Kontrolle über die Parteien. Die Weltwirtschaftskrise traf jedoch auch Japan, durch die Krise wurde nun die ungleiche Entwicklung in Stadt und Land deutlich sichtbar. Trotz Kampf gegen die Krise jedoch, gab Japan nach wie vor Unsummen für militärische Zwecke aus.

Ab 1927 wurde, die zuvor friedliche Politik radikaler. Es kam zu einer innen- und außenpolitischen Krisensituation mit der Mandschurei als Katalysator. Die Eroberung der Mandschurei, ohne Zustimmung des Tenno, ging ohne Proteste von statten. Als Folge der Nichterkennung dieser als Staat durch den Völkerbund trat Japan aus; doch die Gründung des Staates Manzhuoguo erwies sich für Japans Wirtschaft als Glücksfall.

Im November 1936 schloss Japan mit Nazi-Deutschland den Antikomintern-Pakt, der kaum praktische, jedoch propagandistische Bedeutung hatte und dem ein Jahr später auch das faschistische Italien beitrat.

Japan wurde zum ultranationalistischen Staat und eine Militärdiktatur, ob man es als faschistisch beschreiben kann ist schwer zu klären. Nach einem Zwischenfallzwischen China und Japan reagierte Japan und es kam zum zweiten Sino-Japanischen Krieg, Abertausende verloren dabei ihr Leben. Dieser Krieg weitete sich jedoch schon bald auf den ganzen pazifischen Raum aus.

Sowjetische und japanische Truppen stießen zusammen, was für Japan in einer Katastrophe endete, die wurde jedoch vom Ausbruch des zweiten Weltkriegs überschattet.

Japans Armeeminister strebte einen Pakt mit Deutschland an, und es kam zu Dreimächtepakt Japan-Deutschland- Italien. nach dem Angriff Hitlers auf die Sowjetunion beschloss Japan sein Glück im Krieg gegen die USA zu suchen.

So kam es 1941 zum Angriff in Pearl Harbour, durch den es vorerst gut für Japan aussah, doch nach etwa einem halben Jahr musste Japan zurück in die Defensive. Durch die gesicherte materielle Überlegenheit der USA kam es zur Gegenoffensive 1942, dem „Krieg ohne Mitleid“. Es starben dabei wesentlich mehr Japaner als Amerikaner, die Japaner waren deutlich unterlegen und chancenlos.

Im Jahr 1944 fand die größte Seeschlacht aller Zeiten statt, nach der Japan keine operationsfähige marine mehr besaß. Japan versuchte seinen Gegner so lange wie möglich hinzuhalten, doch durch zwei Atombomben, auf Hiroshima und Nagasaki, wurde der Krieg beendet. Im August 1945 gab der Tenno die Niederlage bekannt. Alle bisherigen territorialen Gewinne Japans waren hinfällig, der Zweite Weltkrieg hatte in Asien und im Pazifik, aber darüber hinaus, eine enorme weltgeschichtliche Bedeutung.

Erstmals waren atomare Waffen, die Kriegsgeschehen – trotz Nichtanwendung – bis heute prägen eingesetzt worden, und auch der westliche Kolonialismus in Asien wurde beendet.

Nach dem Krieg stand das, von den Alliierten hart bestrafte Japan, offensichtlich vor dem Ruin; Japan als Demokratie anzusehen fiel schwer. Japan hatte zwar eine republikanische Staatsform mit einer – von den USA 1946 konzipierten - Verfassung, der Kaiser war aber gleichzeitig oberste Gottheit und seine Anbetung staatsbürgerliche Pflicht.

In Tokyo hatten ultranationalistische Militärs die Macht übernommen, der Antikommunismus nahm zu, das bis heute bestehende Parteiensystem in Japan bildete sich um 1955 heraus. Ab 1948 bis in die 1990er verlief die Zeit in Japan, trotz Krisen, relativ stabil, vor allem auf den Wirtschaftsaufbau wurde Wert gelegt. Man erkennt den Trend in Richtung echte Demokratie, doch die Politik wurde zumeist von mächtigen Einzelpersonen gelenkt.

Die entstandene weltpolitische Situation nach 1945 nutzte Japan für sich, doch in den 1980ern kam es zum Höhenpunkt der Japan Phobie in den USA, da es dort zu Arbeitsplatzverlusten, die man Ostasien zuschrieb, kam. Doch nach dem Kalten Krieg entschloss sich die USA zum Ausbau Japans als strategische Basis, und zum Abzug seiner Truppen. Im Jahre 1965 kam es zur Beendigung des Jahrzehnts von Abwesenheit diplomatischer Beziehungen durch einen Normalisierungsvertrag zwischen Japan und Südkorea.

Im Gegensatz dazu konnten solchen Verträge mit Nordkorea bis heute nicht erreicht werden. Ab den 1990er Jahren löste Japan seinen Nachkriegsstaus und begann langsam sich wieder zu remilitarisieren. Japan wurde zum Wirtschaftswunder und eine führende Rolle in der Weltwirtschaft kam ihm zu, besonders bezüglich Export. Bis heute sind die Länder Asiens, Japan inklusive, unabdingbar für die Wirtschaft.

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