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Essay
History

University, School

FU Berlin

Grade, Teacher, Year

2014, Herr Bauerkämper, 3.0

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Text by Gerti S. ©
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Die CDU - Christlich Demokratische Partei: Geschichte, Ziele, Programm, Mitglieder Inhaltsverzeichnis­: Christlich – Demokratische Partei Geschichte der Christlich Demokratischen Partei S. 2-3 Steckbriefe der Bundeskanzler der CDU seit 1949 S. 3-5 Konrad Adenauer Ludwig Erhard Kurt

Freie Universität Berlin

Fachbereich Geschichtswissenschaft

Seminar: Theorie, Methoden und

Geschichte der Geschichtswissenschaft

Leitung: Prof.

Dr. A. B.

Wintersemester 2014/2015


Was ist Geschichte?

(14.12.2014)


D.

S. HF: Publizistik und Kommunikationswissenschaft


Waldstraße 48 NF: Geschichtswissenschaft

10551 Berlin

T.

E-Mail: s.


Inhaltsverzeichnis


  1. Einleitung……………………………………………………………………………………….1

  2. Was ist Geschichte………………………………………………………………………1-2

  3. Funktionen der Geschichte……………………………………………………………3

  4. Warum Geschichte studieren…………………………………………………………4

  5. Geschichte und Beruf…………………………………………………………………….5

  6. Quellenverzeichnis……………………………………………………………………… .6


Was ist Geschichte?


Unter dem Begriff „Geschichte“ verstecken sich für jeden Menschen ganz unterschiedliche Definitionen.

Für einen ist Geschichte eine Auflistung von Kriegen und Revolutionen, der andere stellt sich Monarchen, Diktatoren und Politikern vor, der dritte denkt über Religion- und Kulturströmungen. Für viele Leute ist Geschichte alles, was früher Geschehen ist. Für Geschichtswissenschaftler kann solche Antwort aber auf keinen Fall befriedigend sein. Da es wegen der Vielfalt der Perspektiven so schwer ist, ein einheitliches Begriff zu erstellen, ist es also sinnvoll, sich mit der Frage „was ist Geschichte“ näher zu beschäftigen.

Die Herkunft des deutschen Wortes „Geschichte“ befindet sich in althochdeutschem Wort gisciht. Unter diesem Wort verstand man die Schilderung eines fiktiven oder realen Ereignisses oder einer Handlung.

Das Synonym-Historie-kommt vom griechisch-lateinischem historia und bedeutete „Nachfrage“ oder „Erkennung“. Es lassen sich 5 wichtigste verschiedene Begriffe finden:


  • Geschichte als res gestae (lat. „Tatenberichte“) bezeichnet die vollbrachte Taten und das vergangene Geschehen, „die Gesamtheit aller Vorkommnisse“ (Rohlfes 2005,28).


  • Geschichte als historia rerum gestarum bezeichnet hingegen die Geschichte von den vollbrachten Taten, also die Historiographie der Geschichtsschreibung, Man muss dabei auch beachtet, dass historia rerum gestarum nie res gestae objektiv und ohne Veränderungen abbilden kann, weil sie in der Gegenwart passiert und daher auch unbeständig ist.


  • Geschichte als wissenschaftliche Disziplin bedeutet „Ergebnis der Rekonstruktion vergangener Wirklichkeit mithilfe historischer Erkenntnisverfahren“ (Handro 2007, 27): In dem Sinne ist Geschichte immer von der Perspektive des Verfassers abhängig, das Resultat seiner Forschung kann von vielen Faktoren beeinflusst werden, wie z.

    B. der Auftraggeber, das Ziel der Forschung, die Fragestellung oder politische Situation, in der Person sich befindet. Wie Cordon A. Craig 1981 in Münster sagte: „Denn Geschichte ist nicht „exakte Wissenschaft“ – sie ist eine humanistische Disziplin.

    Ihr Hauptgegenstand sind Menschen, und Geschichte ist, wie Thukydides vor langer Zeit sagte, das Studium nicht von Umständen, sondern von Menschen in Umständen. Wer das vergißt, weil er in sein eigenes spezielles Interessengebiet verliebt ist oder fasziniert von den modellbildenden Aktivitäten und Idealtypen der Behaviouristen, kann nur als einfältig bezeichnet werden.“ Man muss deshalb beim Lesen immer kritisch bleiben und sich möglichst viele Aspekte, die den Resultat beeinflussen könnten in Betracht ziehen.

Es gilt auch der Grundsatz: „Geschichte wird von den Siegern geschrieben“.



  • Geschichte kann auch als ein Schulfach angesehen werden, als Teil der Allgemeinbildung mit dem Ziel Geschichtsbewusstsein, Identität und Handlungen zu fördern.

    Bei Cicero heißt es: Historia magistra vitae- „die Geschichte ist die Lehrmeisterin des Lebens.

    Man glaubt, man könnte aus Geschichte Schlussfolgerungen ziehen, die den Menschen in der Gegenwartvor den gleichen Fehlern schützen könnte. Es lässt sich aber schwer aus der Geschichte lernen, „zumindest nichts für das Leben.“ (Jordan 2005,39) Denn die ethischen Überzeugungen der Lehrer beeinflussen das, was gelernt werden soll. Die geschichtlichen Ereignisse lassen sich aber für politisch-moralische Ziele funktionalisieren.


  • Anschließend kann Geschichte als bloße Erzählung verstanden werden, als fiktive Literatur (Belletristik, Märchen, Legenden), die zwar auch einen instruktiven Hintergrund haben könnten, sind aber eher zur Unterhaltung verfasst worden.



Die Geschichte hat in unserer Gesellschaft eine ganze Reihe von verschiedenen Funktionen.

Eine ganz wichtige Rolle spielt Geschichte bei der Identitätsbildung. Die nationale Traditionen oder Feste, die eine geschichtliche Grundlage haben (z. B Mauerfall, Oktoberfest), vermitteln den Menschen ein Zugehörigkeitsgefühl und sind sehr wichtig für die Entwicklung der nationalen Identität. Nicht zufällig wird Geschichte auch als ein Schulfach unterrichtet, genau da hat sie eine wichtige integrative Funktion, denn „Zukunft brauch Herkunft“ (Marquard 2003).

Den Kindern werden die Fähigkeiten beigebracht, die Zusammenhänge zwischen den Vergangenheit und der Zukunft herzustellen. Dieses Vermögen ist nicht nur für Geschichtsunterricht wichtig, im alltäglichen Leben ist es auch von Bedeutung. Wenn man von Kindheit an begreift, dass aus Despotie keine glückliche Öffentlichkeit entsteht und dass die Kriege die Konflikte nicht lösen, sondern sie vertiefen, können damit in der Zukunft viele Fehler vermieden werden.

Nicht zu vergessen ist auch eine politische Funktion der Geschichte.

Sie ist eine Folge der politischen Orientierung. Da Geschichte auch das Gegenwartsverständnis beeinflusst, ist sie dann auch Ursache für politische Orientierung. Die Darstellung der Geschichte kann auch gezielt von politischen Interessen geleitet werden, es wird auch von vielen Historikern aktiv betrieben. In diesem Fall dient Geschichtspolitik als ein Instrument der Bildung der politischen Meinung der Öffentlichkeit, besonders in totalitären Regimen.

Die Geschichtspolitik verfügt über verschiedene Mitteln, wie z. B. Geschichtlichkeit, Geschichtsbewusstsein, Geschichtsraum, Geschichtsperspektive, Historisierung, Erinnerungskultur, Glorifizierung (beschönigende Darstellung bestimmter Sachverhalte) bzw.

Geschichtsfälschung. Die berühmtesten Beispiele für Geschichtsmanipulationen aus dem deutschsprachigen Raum sind Dolchstoßlegende und Holocaustleugnung. Geschichtspolitik wird auch zum Teil als Instrument der Welterklärung genutzt. In der
Zeit des Nationalsozialismus
hat man eine Rangordnung der Menschen aus ihrer angeblichen Rassenzugehörigkeit zu rechtfertigen gesucht (Sozialdarwinismus).

Deshalb musste man die Rolle der
Indogermanen
und der
Germanen aufwerten.

Für die Vermeidung der Geschichtsmanipulationen ist es sehr wichtig, dass das gestrebte Geschichtsbild objektiv sein soll. Diese These ist das Kennzeichen der pluralistisch verfassten Geschichtsdiskurse. Obwohl die Geschichte nie objektiv sein kann, weil wir sie durch die Perspektive des Historikers betrachten müssen, kann man diese Bedingung nicht vermeiden, man ist in der Zeit verhaftet, in der man lebt.

Deutsche Universalistin und Idealistin Sirgun Hopfensperger sagte dazu: „Die vielgerühmte Objektivität stellt immer nur ein Bemühen dar, möglichst einflußfrei von eigenen Vorstellungen zu betrachten und zu handeln, welches nicht allen gleichgut und am allerwenigsten vollständig gelingt.“ (1967). Objektivität ist hierbei immer Verbunden mit der Intersubjektivität.

Geschichtsforschung muss deshalb drei goldene Regeln (nach Jordan, 2005) befolgen: erstens, die Forschung muss methodisch geregelt sein, zweitens, muss sie auf Quellen basiert sein und drittens, muss sie falsifizierbar sein, sie muss in Diskussionen mit andersartigen Untersuchungen und Auffassungen umstritten können werden.

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